Dienstag, 24. August 2010

Rebound Effekt bei Kortison / Cortison

Die vermeintliche Wunderwaffe und oft auch einzige Antwort der Dermatologie auf eine Vielzahl von Hautproblemen, wie z.B. Neurodermitis, Psoriasis, Rosazea und Seborrhoischem Ekzem lautet immer noch Kortison.

Wie viele Betroffene bereits wissen, wirkt Kortison immunsuppremierend, unterdrückt also die Entzündungsreaktion, wodurch die Rötung zurückgeht.
Wir wollen nun einmal beleuchten, wie die Rötung bei Hautkrankheiten aus Sicht der TCM entsteht und welche Wirkung Kortison letztlich entfaltet.
Alle Formen der Neurodermitis (atopisches Ekzem), Psoriasis (Schuppenflechte), Rosazea, Akne, seborrhoisches Ekzem usw., seien sie nässend oder trocken, großflächig oder wenig ausgeprägt, haben einen Faktor als Krankheitsursache gemeinsam und diesen nennt man in der TCM „Bluthitze“ und sie ist für die Rötung der Haut verantwortlich.
Bluthitze entsteht, wenn sich pathogene Hitze im Körper, meist durch emotionale Faktoren, Veranlagung, falsche Ernährung usw, ansammelt. Dies geschieht meistens in der Leber, da dieses Organ aus Sicht der TCM den harmonischen und geschmeidigen Fluss der Energie und auch der Emotionen gewährleistet.
Stagniert es emotional, so kommt es auch zu Stagnationen in der Leber und die wiederum lässt eine sog. Stauungshitze entstehen. Da die Leber ein Blutspeicherorgan ist, überträgt sich die Hitze dort leicht ins Blut. Dies macht die Rötung der Haut.
Hitze hat aber noch weitere Auswirkungen. Sie trocknet die physiologischen Flüssigkeiten, was zu einer sehr trockenen Haut führen kann. Des Weiteren bringt die Hitze Unordnung in den Fluss der Säfte und Energien, was zum Juckreiz führt. Endlich beschleunigt Hitze auch die Erneuerung der Hautzellen, was zur Schuppung führt.
Kortison wiederum schafft es nun, lokal an der Haut diese hitzige Entzündungsreaktion zu unterdrücken, aber eben nicht durch ein Kühlen oder Ausleiten der Hitze, wie man es in der chinesischen Medizin machen würde, sondern durch das Ausschalten der Körpereigenen Antwort auf diese Hitze.
Das nun wirklich fatale an Kortison ist der Umstand, dass dieser Stoff nun seinerseits wiederum immens viel Hitze aufbaut, d.h. die Ursache Hautkrankheit wesentlich verschlimmert.
Aus dem Geschilderten ist nun der Grund ersichtlich, weshalb Kortison einen wahrhaften Teufelskreis in Gang setzt, in dem es zunächst eine Besserung suggeriert, aber in Wahrheit die Krankheit verschlimmert und nachträglich „Öl ins Feuer gießt“. Dadurch benötigen die Patienten immer mehr Kortison, um die ständig wachsende Hitze in den Griff zu kriegen, natürlich nur symptomatisch.
Setzt man das Kortison nach einer längeren Behandlung ab, so ist die Krankheit oft wesentlich schlimmer als vorher.
Dies ist, wie sich jeder Vorstellen kann, sehr segensreich für die Pharmaindustrie, welche immer mehr Kortison absetzt, aber verheerend für den Patienten.