Sonntag, 21. November 2010

Private Krankenversicherungen bei Heilpraktikerleistungen

Immer öfter versuchen in letzter Zeit private Krankenversicherungen  und Zusatzversicherungen ihrer Leistungspflicht zu entgehen, was zur Folge hat, dass berechtigte Ansprüche des Patienten mit nicht statthaften Begründungen abgelehnt werden.


Im Ergebins wird zunächst der Versicherungsschutz für Heilpraktikerleistungen gewährt und dem Versicherten auch in Rechnung gestellt und anschließend wird dieser Versicherungsschutz wieder ausgehebelt mit der Begründung, die erbrachten heilpraktischen Leistungen seien "nicht wissenschaftlich erwiesen" bzw. "nicht schulmedizin nachvollziehbar in ihrer Effizienz".

Dies grenzt aus meiner Sicht an Betrug dem Versicherten gegengüber, zumal es einer heilpraktischen Behandlung immanent ist, das diese, in ihrer Eigenschaft als Alternative zur Schulmedizin, gerade nicht nach schulmedizinischen Erkenntissen verfährt, da diese ja auch ohne Ergebnise geblieben sind im Vorfeld, weshalb sich der Betreffende meist an der HP wendet.

Dies bestätigt mittlerweile eine beträchtliche Zahl von Gerichtsurteilen, vergleiche z.B.:


Des Weiteren zeigen sich die Versicherungen meist einsichtig, wenn die abgelehnte Zahlung mit entsprechend juristischem Nachdruck reklamiert wird. Dies zeigt auch, dass die Versicherungen die Taktik fahren, erst einmal alles abzulehnen, in der Hoffnung, dass möglichst wenig Betreffende sich wehren.

Im Bereich der chinesischen Dermatologie handelt es sich ohnehin um eine langjährige und bewährte Methode, v.a. im Anglo-Amerikanischen und natürlich Chinesischem Lebensraum, weshalb grundsätzlich von einer vollen Erstattung seitens der privaten Krankenversicherung ausgegangen werden kann, selbstverständlich immer abhängig von den individuellen Versicherungskonditionen.