Donnerstag, 17. November 2011

Ultraschall als eine der möglichen Ursachen für Neurodermitis bei Babys

Neurodermitis bei Babys ist ein rapide zunehmendes Phänomen und obgleich die chinesische Medizin recht erfolgreich diesem Problem begegnen kann (dazu wurde in der Vergangenheit schon geschrieben), so stellt sich dennoch die Frage, wie es zu diesem krassen Anstieg der Zahl der Betroffenen kommt.

Wie schon ausgeführt wurde ist Neurodermitis – unabhängig, ob bei Kindern oder Erwachsenen- eine Krankheit, welche hauptsächlich innere Hitze, welche in das Blut eindringt und so zu Rötungen, Hitze, Schuppung, Juckreiz etc. führt als Ursache hat.

Hauptursache für die Entstehung von Hitze ist immer die emotionale Belastung und dies ist auch der Grund, warum früher die Menschen Hautkrankheiten hauptsächlich im Erwachsenenalter entwickelten, wo der Stress meist seinen Höhepunkt erreicht.

Es stellte sich nun immer die Frage, wie Neurodermitis Babys diese Hitze entwickeln. Vermutet wurde immer eine starke Hitze Konstitution der Mutter, welche sich während der Schwangerschaft auf das Kind überträgt, Stress während der Schwangerschaft etc.

Nun kommt noch eine weitere mögliche Ursache hinzu. Es wurde beobachtet, dass Kinder, welche während der Schwangerschaft häufig Ultraschall Untersuchungen ausgesetzt waren, oft Schreikinder werden bzw. gehäuft Hautkrankheiten wie Neurodermitis entwickeln.

Beides – Neurodermitis und innere Unruhe – sind aus Sicht der TCM hitzebedingt und aus der Physik weiß man, dass alle elektromagnetischen Strahlen vom Körper in Wärme umgewandelt werden, d.h. Handy, WLan, Schnurlostelefon und eben auch der Ultraschall. Somit liegt der Verdacht nahe, dass diese Wellen eine gewisse Hitze im Kind entwickeln können.

Selbstverständlich gibt es hierfür sicher auch eine Menge Gegenbeispiele und ich denke, dass der Ultraschall einfach bei Babys, welche ohne veranlagungsbedingt zur Hitze neigen, durch den Ultraschall noch eine Verstärkung dieses Problems erfahren.

Montag, 31. Oktober 2011

Hautkrankheiten und Impfungen


Impfungen sind grundsätzlich ein sehr umstrittenes Thema und obgleich mittlerweile sogar schon schulmedizinische Studien belegen, wie wichtig es ist die Kinderkrankheiten durchzumachen – ganz zu schweigen von den Argumenten der anthroposophischen Medizin / Homöopathie / TCM etc. – , gibt es immer noch viele überzeugte Impfbefürworter.

Heute wollen wir einmal kurz betrachten, in welcher Verbindung Impfungen mit dem Auftreten von Hautkrankheiten stehen können, insbesondere der Neurodermitis, Urtikaria und Ekzemen.

Sehr gehäuft sehe ich in meiner Praxis Babies, welche kurz nach einer Impfung eine Neurodermitis entwickeln. Seltener, aber doch oft genug, begegne ich erwachsenen Patienten, welche Hautkrankheiten, wie z.B. eine Urtikaria nach einer Gelbfieber oder Hepatitis Impfung bekommen.

Welcher Zusammenhang ist hier denkbar? 
Nun, die meisten Erkrankungen, gegen welche geimpft wird, sind Infektionskrankheiten, welche, wenn sie ausbrechen mit hohem Fieber einhergehen. Fieber ist aus Sicht der chinesischen Medizin eine große Ansammlung von Hitze, welche aus dem Zusammentreffen und dem Kampf von Erreger und körpereigener Abwehrenergie entsteht. Hier mobilisiert der Körper eine Menge Yang, d.h. heiße Abwehrenergie, ebenso wie bei einer Erkältung, weshalb auch bei Erkältungen viele Hautpatienten und eine Verschlimmerung Ihres Zustandes berichten.

Bei einer Impfung läuft die Krankheit im Kleinen ab, d.h. auch hier mobilisiert der Körper eine Menge an heißer Abwehrenergie um das Hitze Pathogen zu bekämpfen. Erschwerend kommt noch der Umstand hinzu, dass Impfungen das Kleinkind in einer unnatürlichen Weise (meist werdenden mehrere Krankheiten gleichzeitig geimpft) treffen.
Somit mobilisiert der Körper ein Übermaß an Hitze, was zu einem Verbleiben einer Resthitze nach dem Abklingen des Prozesses und somit zu vielen Hautkrankheiten, allen voran zu Neurodermitis führen kann.

Darüber hinaus sind nach wie vor Stoffe wie Quecksilber, Aluminium, Formaldehyde, Krebszellen und viele Nervengifte in allen Impfstoffen enthalten, welche selbstverständlich alle Arten von Krankheiten hervorrufen können. Insbesondere Quecksilber ist ein extremer Hitzeproduzent und kann sehr leicht, ebenso wie durch Amalgamfüllungen, Hautkrankheiten auslösen.

Näheres zum Thema Impfen, Inhaltsstoffen und Folgen finden Sie in DIESEM VIDEO.

Aus meiner Erfahrung tragen Impfungen so einen beträchtlichen Teil der hohen Neurodermitis Rate bei Babies bei. Auch andere Hautkrankheiten, wie z.B. das seborrhoische Ekzem und die Urtikaria sind denkbar, aber die Neurodermitis ist mit Abstand die häufigste.

Chinesisch gesehen gestaltet sich die Behandlung nicht wesentlich anders als bei der „klassischen“ Neurodermitis. Die Entstehung mag eine andere sein, aber die letztliche Ursache der Neurodermitis, d.h. die Ansammlung von pathogener Hitze, ist die gleiche wie sonst auch z.B. durch emotionale Belastung.

Auch hier gilt es Hitze auszuleiten und ggfs. Feuchtigkeit zu trocknen, um die Haut wieder zu normalisieren. Näheres zur Behandlung von Neurodermitis finden Sie auf meiner Seite.

Alles in allem würde ich von Impfungen vor dem 2. Lebensjahr abraten. Individuelle Erfahrungen mit Impfungen und Impfberatungen können gerne bei mir erfragt werden. 

Einen ausgesprochen sehenswerten Film zum Thema Impfen finden Sie hier.

Dienstag, 13. September 2011

Psoriasis pustulosa

Die Psoriasis – Schuppenflechte pustulosa ist eine Sonderform der Psoriasis, welche sich v.a. dadurch auszeichnet, dass sie – wie der Name schon vermuten lässt – mit einer Pustelbildung einhergeht, was ansonsten für die Schuppenflechte sehr ungewöhnlich ist.

Von dieser Art der Psoriasis sind v.a. die Hände und Füße betroffen, meist mit einer Vielzahl von gelblichen und braunen Bläschen und Pusteln an den Extremitäten und sie findet sich sehr oft bei Rauchern.

Wie ist nun die Psoriasis pustulosa aus Sicht der chinesischen Medizin zu betrachten. Auch hier gelten, wie bei den anderen Formen der Schuppenflechte auch, gewissen Grundelemente als zentrale Faktoren. 

So z.B. die schon oft besprochene Hitze im Blut, welche alle Hautkrankheiten, welche mit einer Rötung einhergehen – so auch Neurodermitis, Akne, seborrhoisches Ekzem uvm. – gemeinsam haben.

Die Schuppenflechte ist in der chinesischen Medizin als die aggressivste Hautkrankheit eingestuft, was das Ausmaß der Hitze betrifft. Das Feuer ist so ausgeprägt, dass sie anfängt sogenannte Hitze-Toxine, also Giftstoffe zu bilden, was eine Besonderheit der Psoriasis ist. Auch dies haben alle Formen der Schuppenflechte, bis auf ganz leichte Erscheinungen, gemeinsam.

Bei der Psoriasis pustulosa allerdings ist die Toxinbildung besonders stark ausgeprägt, denn Pusteln stellen eine Ansammlung von Feuer Toxinen dar.

Dies erklärt auch, dass sie häufig bei Rauchern auftritt, denn der Konsum von Zigaretten bringt Hitze und Toxine ins Blut, also genau die zwei Faktoren, welche die Schuppenflechte ohnehin im Übermaß hat.

Bei dieser Form der Psoriasis ist es unerlässlich auch die Lebensweise umzustellen, d.h. bspw. das Rauchen einzustellen. Sonst wird es nur bedingte Behandlungserfolge geben.

Bei der Behandlung der Psoriasis pustulosa müssen noch mehr und noch stärkere Substanzen gegen Feuer Toxine und Hitze ins Feld geführt werden, als bei der Psoriasis vulgaris – der gewöhnlichen Schuppenflechte.

Darüber hinaus müssen auch alle anderen Behandlungsansätze, welche sonst bei der Schuppenflechte zum Einsatz kommen und schon oft dargelegt wurden berücksichtigt werden.

Dienstag, 9. August 2011

Anti Aging mit traditioneller chinesischer Medizin

Anti Aging ist ein großes Thema und es werden unzählige Mittel und Methoden dafür angeboten, zumal die Nachfrage immer größer und die Betroffenen immer jünger werden.

Grundsätzlich ist es richtig, dass die Erfolge desto besser sind, je früher man damit anfängt.

Wie steht nun die chinesische Medizin zum Thema Anti Aging, welches sich ja auch zum größten Teil auf Haut und Haare bezieht?

Auch hier gilt der Grundsatz, dass das Äußere, d.h. die Haut, nur ein Spiegel der inneren Zustände ist und daher wurde echte Kosmetik und Pflege in China früher immer nur von innen betrieben.

In der chinesischen Medizin ist der zentrale Faktor für das Altern die sogenannte Nieren Essenz (Jing). Diese stellt eine Art Kraftreservoir dar, welches wir von der Mutter erben und welches in der Nierengegend beheimatet ist, weshalb es auch „Nieren Essenz“ nennt. Aus dieser Essenz baut sich alles im Körper auf. Sie hat etwas ungeheuer Nährendes und strukturgebendes. Aus ihr schöpft der gesamte Körper seine Rohstoffe für den Aufbau der Organe, die Erhaltung der Knochen, Augen, Ohren, Haare etc. Diese Essenz nimmt mit dem Alter physiologisch ab, weshalb sich auch der Körper und seine Funktionen beginnen abzubauen. Die Augen werden schlechter, Haare gehen aus, die Haut wird faltig, zumal diese Essenz gemeinsam mit dem Blut auch die Haut befeuchtet.

Wie schnell diese Essenz erschöpft ist, hängt davon ab, wie viel wir geerbt haben von den Eltern – dies macht auch unsere Konstitution aus – und selbstverständlich auch damit zusammen, wie viel wir im Leben verbrauchen durch Arbeit, Stress, falsche Ernährung, übermäßiger Geschlechtsverkehr etc.

Möchte man wirklich ursächlich Anti Aging betreiben und bei der Quelle ansetzen, so muss diese Essenz wieder gestärkt und aufgebaut werden, wozu sich die chinesische Arzneimitteltherapie hervorragend eignet. Vor allem die tierischen Substanzen, welche dem Menschen sehr nahe stehen, vermögen es, hier einen entscheidenden Beitrag zu leisten.

Dies verbinde ich in meiner Praxis noch mit einer speziellen Nahrungsergänzung aus biologisch angebauten und hochkonzentrierten Pflanzen, welche in unabhängigen Universitären Studien gezeigt hat, dass die Hautstruktur sich wieder verdichtet und Falten deutlich gemindert werden.

Nur diese Art der Herangehensweise, im Wege eine natürlichen Harmonisierung der inneren Zustände, kann ein gesundes und nachhaltiges Anti Aging bewirken.

Samstag, 11. Juni 2011

Neurodermitis bei Babies

Neurodermitis bei Babies ist bereits seit Jahrzehnten ein immer ernster werdendes Problem. Die Zahl der betroffenen Kinder steigt insbesondere in den letzten Jahren rapide an.

Zu vermutende Ursachen für die Zunahme der Neurodermitis Fälle bei Babies sind die wachsende berufliche Belastung der Eltern, die erhöhte Strahlenbelastung der Mutter in der Schwangerschaft durch W-Lan, Handy etc, genetische Disposition und emotionale Belastungen während der Schwangerschaft im Allgemeinen.

Aus Sicht der chinesischen Medizin ist Neurodermitis bei Babies bis zu einem Alter von 3 Jahren eine Sonderform ggü. der Neurodermitis bei Erwachsenen und wird auch mit gesonderten Rezepturen behandelt.

Neurodermitis bei Babies wird in der TCM als „Fötale Hitze“ bezeichnet, d.h. eine Form von Hitze bzw. Feuer, welche bereits während der Zeit im Mutterleib entwickelt wurde.
Im Gegensatz zu der späteren Neurodermitis, wo von systemischer Hitze bzw. feuchter Hitze ausgegangen wird, welche vornehmlich in der Leber entsteht, so ist die fötale Hitze primär auf Feuer im Herzen zurück zu führen. Entsprechend wird in der Behandlung der Fokus mehr auf das Herz gelegt und Kräuter eingesetzt, welche die Hitze aus dem Herzen ausleiten.
Selbstverständlich wird auch hier individuell auf den kleinen Patienten eingegangen. Sind die Stellen besonders nässend, so muss auch hier, wie bei der späteren Neurodermitis auch, zusätzlich zur Hitze auch noch Feuchtigkeit ausgeleitet werden.

Da Kinder sehr leicht Feuchtigkeit bzw. Schleim entwickeln, zumal die Verdauung noch schwächer ist, ist auch hier ganz besonders auf Milchprodukte zu verzichten.

Babies – Kinder im Allgemeinen – unterliegen noch großen Veränderungen, Wachstumsprozessen und Entwicklungen, was einen entscheidenden Vorteil im Hinblick auf den Behandlungserfolg und Behandlungsdauer bei Hautkrankheiten darstellt.

In der Regel zeigen sich die Erfolge bei der Behandlung der Neurodermitis wesentlich schneller als bei Erwachsenen. Erste Besserungen können bereits nach wenigen Wochen festgestellt werden, die Gesamtbehandlungszeit beträgt meist 3 Monate.


Weiterführende Informationen zur Behandlung von Neurodermitis auf meiner Homepage

Montag, 9. Mai 2011

Rosazea (rosacea) – eine der neuen Geißeln der westlichen Bevölkerung

Aufgrund der rasant steigenden Zahlen der betroffenen Menschen, welche unter Rosazea (rosacea) leiden, möchte ich an dieser Stelle nochmals etwas anfügen, um diese Erkrankung genauer zu charakterisieren.

Vor allem bei uns in den westlichen Industrienationen zeichnet sich eine explosionsartige Entwicklung dieser Krankheit ab. Woran liegt das?

Unsere Gesellschaft ist durch verschiedene Faktoren geradezu prädestiniert für die Entstehung von Rosazea (rosacea), zumal wir fortwährend unter immensem Leistungsdruck stehen. Unser ganzes Leben ist geprägt von Terminen, Deadlines, hohem Arbeitspensum, hohen Ansprüchen an uns selbst und an das Leben. Darüber hinaus wird, bedingt durch die vielen Dinge, welche unser Leben einfacher und bequemer machen sollen, alles immer schnelllebiger, immer mehr Aufgaben müssen in immer kürzerer Zeit bewältigt werden. Gesellen sich dazu noch private Probleme aus dem emotionalen Bereich, so ist der optimale Nährboden für eine Hauterkrankung, insbesondere die Rosazea (rosacea).

Wie bereits mehrfach ausgeführt wurde, ist die Rosacea (rosazea) v.a. charakterisiert durch eine sehr ausgeprägte Stagnation von Qi und v.a. Blut. Bedingt durch emotionale Belastung, welche meist im Vorfeld zum Auftreten der Rosazea (rosacea) zu finden ist, entsteht eine innere Anspannung, wodurch das Qi im Körper anfängt zu stagnieren, zumal Emotionen letztlich auch nur eine Form von Qi sind. Das Qi bewegt aber auch das Blut und daher führt eine ausgeprägte Qi Stagnation auf Dauer auch zu einer Stagnation des Blutes, wodurch sich die Rosacea (rosazea) typischen violetten Hautstellen im Gesicht bilden.

Darüber hinaus lässt die Stagnation auch Hitze entstehen, welche zum Gesicht aufsteigt und dort neben der violetten Färbung auch noch zu einer Rötung, sowie zu Pusteln und Pickeln führt.

Jede Art von emotionaler Belastung führt letztlich zu einer Stagnation von Qi und später auch Blut. Daher können wir sagen, dass die Rosazea (rosacea) eine Folge von unverhältnismäßig lang anhaltender emotionaler Belastung aufgrund unserer westlichen Lebensweise ist.

Somit ist neben jedweder Form der Therapie v.a. auch der emotionale Status für eine Rosazea (rosacea) Therapie entscheidend. Stressabbau, innere Ruhe und Gelassenheit sind das beste Heilmittel für die meisten chronischen Erkrankungen und bilden eine ideale Basis für eine erfolgreiche Behandlung.

Solange der Leistungsdruck, die jagt nach materiellen Dingen und Wünschen weiter in dieser Art besteht in unserer Gesellschaft, werden wir auch einer weiteres Ansteigen von Hautkrankheiten und allen anderen chronischen Krankheiten beobachten können.

Daher haben wir in unserer Praxis nun auch ein MBSR Zentrum – mindful based stress reduction – eingerichtet, um auch diese Seite des Problems gezielt anzugehen.

Montag, 4. April 2011

Fasten bei Hautkrankheiten

Es ist Fastenzeit, die Zeit der Reinigung, Entschlackung und die der Erwartung der eigentlich heiligsten Zeit des Jahres, des Osterfestes.

Neben der christlichen Religion haben fast alle Glaubensrichtungen und Kulturen stets eine entsprechende Fastenzeit vorgesehen für die innere Reinigung.

Und fast jeder Mensch, der bereits einmal gefastet hat, berichtet im Anschluss über viele wunderbare Erlebnisse in dieser Zeit, sei es aus rein körperlich-gesundheitlicher oder aus meditiativ-spritueller Sicht. Chronische Krankheiten verschwinden meist innerhalb weniger Tage und Wochen, der Mensch erlebt sich wie neu geboren.

Aus Sicht der chinesischen Medizin ist das Fasten differenziert zu betrachten. Grundsätzlich war man im alten China gegen das Fasten, denn es wurde als zu extrem betrachtet. In der TCM strebt man immer eine möglichst sanfte Regulierung und Harmonisierung des Körpers an.

Dazu ist aber zu bemerken, dass die gesundheitlichen Probleme dieser Zeit auch ganz andere waren, meist geprägt durch reine Mangel- bzw. Leerezustände, was sich auch in den alten klassischen Rezeptsammlungen zeigt.

Aber das gesellschaftliche Leben hat sich vollkommen gewandelt in den letzten 150 Jahren, hin zu einer schnelllebigen Leistungs- und Überflussgesellschaft. Und entsprechend haben sich auch die Ursachen der Erkrankungen dahingehend geändert, dass die meisten Probleme aus sog. Füllezuständen resultieren, d.h. aus einer Ansammlung von Hitze, Stagnationen, Toxinen usw.

Das Fasten ist in dieser Zeit wie ein Urlaub für den Körper, die inneren Organe. Sie kommen vollständig zur Ruhe und haben Zeit und Raum für eine intensive Reinigung und Ausleitung der angesammelten Dinge.

Wie ich schon mehrfach ausgeführt habe, resultieren die meisten chronischen Hauterkrankungen (eine Ausnahme davon ist z.B. der Haarausfall), aber auch der Heuschnupfen aus einer pathogenen Ansammlung von Stagnationen, Hitze etc. So ist es auch erklärlich, dass sich meist schon während der ersten Tage des Fastens radikale Verbesserungen der Haut zeigen.

Sollten Sie eine Fastenkur in Erwägung ziehen, so folgendes bei Hautkrankheiten zu beachten:

- das Fasten sollte mindestens 10 Tage (exklusive Entlastungs- und Aufbautagen) gehen, da der eigentliche Reinigungseffekt erst ab dem 7. / 8. einsetzt

 -  ab dem zweiten Tag sollten Sie mit Glaubersalz abführen, da Glaubersalz eine Hitze und Stagnations-ausleitende Wirkung hat. Einläufe gelten als sanfter und heilsamer. Aber für Hautkrankheiten ist Glaubersalz von Vorteil durch die oben bezeichnete Eigenschaft

Weitere Details zum Fasten finden Sie auf zahlreichen Internetseiten, wie z.B.  http://www.heilfastengesundheit.de/ und selbstverständlich erteile ich gerne weiterführende Auskunft

Fasten hat sich insbesondere bei Akne, Neurodermitis, Psoriasis, Rosacea, Urtikaria, seborrhoischem Ekzem sowie allen Arten von Dermatiden und Ekzemen bewährt.


Dienstag, 1. März 2011

Heuschnupfen (allergische Rhinitis) in der chinesischen Medizin

Heuschnupfen (allergische Rhinitis) gehört zum atopischen Formenkreis, da er häufig in Verbindung mit Neurodermitis, aber auch zunehmend häufiger gemeinsam mit der Schuppenflechte (Psoriasis) auftritt.

In der TCM ist die Behandlung von Heuschnupfen eine der weniger anspruchsvollen Herausforderungen. Insbesondere der saisonale Heuschnupfen, welcher also nicht ganzjährig, sondern etwa nur in Frühling und Herbst auftritt, spricht sehr zuverlässig auf eine chinesische Behandlung an.

Aus Sicht der chinesischen Medizin kommen verschiedene Ursachen für die Entstehung einer Heuschnupfen Symptomatik in Betracht.

Zunächst einmal besteht, wie in so vielen Fällen bei den Menschen der heutigen Zeit, eine Ansammlung pathogener Hitze, meist in Leber oder Galle, welche sich entsprechend der Gallenblasen Leitbahn nach oben zu Augen und Nase entlädt. Diese Hitze als gemeinsame Wurzel ist auch der Grund, warum der Heuschnupfen oft mit anderen hitzebedingten Hauterkrankungen, wie z.B. Neurodermitis vergesellschaftet ist.

Die Hitze zeigt sich meist durch Rötung und Tränen der Augen oder gelbliches Sekret aus der Nase. Ist v.a. die Nase von den Heuschnupfen Symptomen betroffen, so spielt die Lunge noch eine wesentliche Rolle, zumal die Lunge „sich in die Nase öffnet“ nach chinesischer Anschauung.

Grundsätzlich ist es die Aufgabe der Lunge, den Körper vor dem Eindringen von Erregern und Allergenen zu schützen. Ist diese geschwächt, so dringen diese Dinge unaufhaltsam in den Körper ein und führen dort zu Überreaktionen (allergischen Reaktionen).

Die Lungenfunktion kann eingeschränkt sein, was sich durch Kurzatmigkeit oder Spontanschweiß äußern kann. Oft blockiert auch eine Stagnation der Leber und die daraus resultierende Hitze die Funktion der Lunge.

Besteht viel Sekret, so spielt innerlich gebildete Feuchtigkeit (Schleim) in Folge von falscher Ernährung oder einer schwacher Verdauung eine wesentliche Rolle.

Im Wege einer chinesischen Diagnostik können die Ursachen und Mechanismen, welche in dem jeweiligen Fall zum Heuschnupfen führen klar herausgearbeitet und behandelt werden.

Die Therapie erfolgt im Wege der chinesischen Kräutertherapie, wobei sowohl Antiallergene Substanzen zum Einsatz kommen, um eine schnelle symptomatische Besserung herbeizuführen, wie auch entsprechende Bestandteile, welche die Ursachen der Erkrankung beseitigen sollen.

Die Therapiezeit bei saisonalem Heuschnupfen erfolgt in der Akutzeit und beträgt ca. 8 Wochen, wobei innerhalb der ersten 3-4 Wochen die Symptome meist vollständig abklingen.

Nach den 8 Wochen ist der Heuschnupfen in der Regel für immer behoben. In sehr ausgeprägten Fällen kann es vorkommen, dass sich der Heuschnupfen in einer abgeschwächten Form im nächsten Jahr noch einmal zeigt. In diesem Fall erfolgt eine neuerliche 8 wöchige Therapie, womit der Heuschnupfen endgültig zum Erliegen gebracht wird.

Der ganzjährige Heuschnupfen hat meist eine ausgeprägte Leere der Lunge als Ursache und spricht in der Regel langsamer auf eine Behandlung an. Hier zeigen sich erste Besserungen nach 2-3 Monaten.

Donnerstag, 3. Februar 2011

Akne / Rosazea - Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Akne vulgaris und Rosacea (Rosazea) gelten als verwandte Erkrankungen. Mancherorts findet sich sogar die Bezeichnung acne rosacea für die einfache Rosacea.

In der Tat finden sich, wie im vorherigen Beitrag über Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte) und seborrhoischem Ekzem, auch bei Akne und Rosazea Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Gemeinsame Erscheinungen beider Hautkrankheiten sind in der Regel Papeln (auch Pickel genannt in der Alltagsprache) und Pusteln. 
Während bei der Akne dies meist den Hauptgrund zur Klage bietet und mitunter sehr ausgeprägt sein kann, so bilden diese Erscheinungen bei der Rosazea eher ein Nebenprodukt.

Umgekehrt kann es bei der Akne gelegentlich zu einer flächigen Rötung der Gesichtshaut kommen, während dies in der Regel die Hauptbeschwerde der Rosazea darstellt, meist noch geprägt durch einen violetten Farbton, der auf Blutstagnation schließen lässt.

So kann man sagen, Akne und Rosazea haben gemeinsame Erscheinungen unterschiedlicher Ausprägung bzw. Gewichtung.

Hinsichtlich der Entstehung und der Ursachen liegen die Dinge allerdings ganz anders. Denn Akne und Rosazea haben aus Sicht der chinesischen Medizin (TCM) vollkommen unterschiedliche Entstehungsmechanismen und auch entsprechend unterschiedliche Behandlungsansätze.

Wiederum gemeinsam ist beiden Hautkrankheiten der Umstand, dass innere Hitze (Feuer) ein wesentlicher Faktor ist, wobei bei der Akne dieses Feuer ein ursächlicher Faktor ist, d.h. die Rötungen der Haut verursacht, so ist im Hinblick auf die Rosazea zu sagen, dass die Hitze hier nur eine Folgeerscheinung der Erkrankung ist, welche v.a. auf ausgeprägte Stagnationen von Qi und Blut zurück zu führen ist (s. auch Homepage über Rosazea). Die Hitze, welche bei der Rosazea oft im Gesicht spürbar ist, ist nur eine Folgeerscheinung der ausgeprägten Stagnationen, welche eine Stauungshitze bildet.

Ein wichtiger Faktor bei Akne (s. auch Homepage zu Akne) ist die Entstehung von innerem Schleim durch falsche Ernährung bzw. eine schwache Verdauung, welcher an die Haut wandert und dort große, knotige Stellen mit Eiter verursacht. Dieses Pathogen ist bei Rosazea zu vernachlässigen.

So kann man sagen, dass es bei den beiden Hautkrankheiten gewisse Ähnlichkeiten gibt, diese aber bei der Behandlung nicht weiter ins Gewicht fallen und letztlich als zwei vollkommen verschiedene Hautkrankheiten zu behandeln sind.

Sonntag, 9. Januar 2011

Neurodermitis, Seborrhoisches Ekzem und Psoriasis (Schuppenflechte) – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Die drei Erkrankungen, Neurodermitis, Schuppenflechte und seborrhoisches Ekzem sind aus Sicht der chinesischen Medizin in gewisser Hinsicht verwandte Krankheiten, sowohl im Hinblick auf die Ursachen als auch die Behandlung.

Alle 3 Hauterkrankungen gehen mit einer Rötung der Haut einher. Diese Rötung der Haut (Erythem), ist, wie schon öfters an dieser Stelle dargelegt wurde, eine Folge der inneren Hitze, welche sich, meist in Folge von emotionaler Belastung bzw. falscher Lebensweise, Ernährung etc. im Körper sammelt und dann in das Blut eindringt.

Bei dem seborrhoischem Ekzem ist die Hitze meist nicht so stark ausgeprägt, wie bei der Neurodermitis und der Schuppenflechte, so dass sie lediglich von ihrem Entstehungsort im Körper, meist im Bereich der Leber, entsprechend der physiologischen Richtung des Feuers, nach oben, in Richtung Kopf und Gesicht aufsteigt und sich dort festsetzt.
Im Falle der Psoriasis und Neurodermitis besteht ein ausgeprägterer, intensiverer Hitzebefund, so dass diese Hitze systemisch wird und sich im ganzen Körper verteilt, was sich in den betroffenen Hautstellen am ganzen Körper widerspiegelt.
In Schweregraden ausgedrückt kann man sagen, dass die Psoriasis (Schuppenflechte) die meiste bzw. aggressivste Form der Hitze aufweist, welche bereits Hitze Toxine bildet, die Neurodermitis in der Mitte liegt im Hinblick auf die Hitze und das seborrhoische Ekzem von diesen drei Erkrankungen die mildeste Form des inneren Feuers aufweist.

Alle drei Erkrankungen gehen mit einer Schuppenbildung der Haut einher. Auch dies ist eine Konsequenz der Hitze, welche den Hautneubildungsprozess beschleunigt, was zur Schuppung führt.
Sowohl die Neurodermitis als auch das seborrhoische Ekzem können mit nässenden Hautstellen einhergehen. In diesem Fall kommt neben der Hitze noch Feuchtigkeit bzw. Schleim als weiterer pathogener Faktor zum Krankheitsbild hinzu. In diesem Fall haben sich im Körper im Wege falscher Ernährung oder geschwächter Verdauung feuchte Ablagerungen gebildet (Schleim), welche sich zwischen den Hautschichten ablagern und dort zum Nässen der Haut führen.

Somit ist ersichtlich, dass aus Sicht der chinesischen Medizin die drei Erkrankungen, Psoriasis, Neurodermitis und seborrhoisches Ekzem viele Gemeinsamkeiten haben.

Entsprechend ähnlich sind auch die Behandlungsansätze, zumal Hitze stets den zentralen Aspekt bildet und andere Faktoren noch hinzukommen.

Der entscheidende Unterschied in der Behandlung ergibt sich v.a. durch die Jahrtausende lange empirische Forschung, welche gezeigt hat, dass gewisse Substanzen in der Phytotherapie für bestimmte Hautkrankheiten besser geeignet sind als andere. So verwenden wir bei gleicher Ursache der Erkrankung unterschiedliche Kräuter bei unterschiedlichen Hautkrankheiten.