Samstag, 24. November 2012

Hirsutismus - übermäßiger Haarwuchs

Hirsutismus - übermäßiger bzw. abnormer Haarwuchs - ist ein Problem, welches bereits seit langer Zeit bekannt ist, aber, ebenso wie die meisten anderen chronischen Krankheiten, einen regen Zuwachs erhält in den letzten Jahren und Jahrzehnten.

Eine milde Form dieser Erkrankung, welche vielen bekannt sein dürfte, ist der Damenbart, welcher gerne im fortgeschrittenen Alter entsteht.

Wie erklärt sich nun die TCM dieses Problem?

Die Haare, ebenso wie die Nägel, werden als "Überschuss des Blutes" betrachtet. Bei jedweden Problemen der Haare, denkt man in der TCM zunächst an eine Disharmonie im Blut. 

Beim Hirsutismus ist das häufigst anzutreffende Muster aus Sicht der TCM eine sogenannte Blutstagnation, d.h. eine partielle Einschränkung der Blutzirkulation. Das gleiche Muster finden wir auch als Ursache der Rosazea, hier jedoch in anderer Ausprägung, zumal auch die betroffenen Stellen meist unterschiedlich sind.

Der Damenbart z.B. bildet sich vorwiegend um den Mund herum und dies meist mit oder nach dem Einsetzen der Menopause. Wenn man sich diese Lokalisation genau betrachtet, dann findet man, dass der Damenbart entlang einer wichtigen Leitbahn verläuft, namentlich dem Chong Mai - chin. für "Meer des Blutes" (s. Abbilung).


Der Chong Mai - das Meer des Blutes - ist die wichtigste Leitbahn der Frau, denn die Konstitution der Frau fußt auf Yin und Blut. Der Chong Mai erstreckt sich bis zum Uterus und ist entscheidend beteiligt an der Menstruation. Außerdem dient er als das Auffangbecken, das Reservoir des Blutes.

Wenn nun die Menopause einsetzt und die Menstruation, welche eine natürlich Ausleitungsmethode des weiblichen Körpers ist, sich einstellt, besteht die Gefahr, dass überschüssiges Blut, welche sich nicht mehr durch die "Menstruation" entlädt, sich nach oben entlang des Chong Mai staut. Dieser Blutstau kann Anlass sein für den sich dort bildenden übermäßigen Haarwuchs.

Hirsutismus kann aber auch ganz junge Frauen betreffen, welche noch ihre Monatsblutungen haben. Hier sind meist - ebenso wie bei der Rosacea - schwerwiegende emotionale Schwierigkeiten ursächlich für eine Stauung von Qi und Blut im ganzen Körper. Demzufolge kann sich übermäßiger Haarwuchs an allen Stellen des Körpers bilden, an denen das Blut stagniert. 

Die Therapie ist immer das Gegenstück zu der Diagnose und besteht in dem Bewegen von Blut, dem Aufbrechen der Stagnationen. Dies kann mitunter einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen. 


Freitag, 14. September 2012

Hautkrankheiten und Flugreisen


Die Urlaubs- und damit auch die Reisezeit gehen zu Ende.

Wie jedes Jahr, so konnte ich auch diesmal wieder eine Verschlechterung von Hauterkrankungen beobachten, welche in Verbindung mit Flugreisen zu stehen scheint.

Erstmalig wurde ich auf dieses Phänomen aufmerksam, als ich bemerkte, dass sich die Anzahl von Patienten, welche als Flugbegleiter oder Piloten tätig sind, zunehmend in meiner Praxis häuft. V.a. die Rosacea und die Psoriasis waren hierbei die zumeist auftretenden Hautkrankheiten, abgesehen von der perioralen Dermatitis, welche ja ohnehin als „Stewardessenkrankheit“ bekannt und benannt worden ist.

Dabei konnte ich beobachten, wie die Haut durch die Behandlung zwar anfänglich besser, aber nach Flugreisen auch wieder schlechter wurde. Die Therapie ging nur zögerlich voran und es gab immer wieder Rückschläge.

Nach einiger Überlegung kam die Erkenntnis, dass die hohe Strahlenbelastung, welche bei v.a. bei Langstreckenflügen entsteht, von dem Körper in Wärme umgewandelt wird.

Und wie hier schon oft dargelegt wurde, sind die meisten Hautprobleme aus Sicht der chinesischen Medizin v.a. auf eine Entwicklung von innerer Hitze zurück zu führen. Diese wird somit durch die Strahlenbelastung fortwährend verschlimmert und der Heilungsprozess dauerhaft behindert. Weiterhin konnte ich bei einigen Flugbeleiterinnern beobachten, dass im Zuge des Aussetzens von Flugreisen für mehrere Wochen, die Haut sich wieder durch die Therapie erwartungsgemäß besserte.

Um diese Erkenntnis bereichert, konnte ich dies in der Folgezeit auch bei Patienten mit Psoriasis, seborrhoischem Ekzem, Rosazea und Neurodermitis beobachten, welche beruflich bedingt viel reisen. Nach entsprechendem Hinweis konnte oft die Zahl der Flugreisen reduziert und somit auch eine gute Grundlage für die Behandlung der Haut gelegt werden.

Dies zeigt den Zusammenhang von Flugreisen und der Verschlimmerung von Hautkrankheiten.

Nur am Rande sei bemerkt, dass auch eine signifikante Häufung von Leukämie und unerfülltem Kinderwunsch bei Flugpersonal seit langem beobachtet wird.

Donnerstag, 16. August 2012

Rosacea in Verbindung mit Migräne, hochem Blutdruck und Hashimoto Thyreoditis


Rosacea , Migräne, hoher Blutdruck und die Hashimoto Schilddrüsenentzündung sind Erkrankungen, welche häufig gemeinsam auftreten und aus Sicht der chinesischen Medizin ist das auch wenig verwunderlich.

Im Grunde handelt es ich bei diesen Erkrankungen um unterschiedliche  Manifestationen der gleichen Wurzel.

Wie schon mehrfach auseinandergesetzt wurde, entsteht die Rosazea durch eine Stagnation und Ansammlung von Hitze in Leber – meist emotional bedingt – welche sich sammelt und dann – entsprechend der natürlichen Richtung von Feuer – nach oben aufsteigt. Bei dem klassischen Rosacea Patienten zeigt sich dies in Rötung und Hitzegefühl des Gesichts.

Diese Hitze in der Leber kann, wenn sie einen hohen Grad an Ausprägung erreicht, auch über andere Kanäle nach oben gelangen.
Im Falle der Migräne geschieht dies über die Gallenblasen Leitbahn, d.h. die Energie (Qi) Leitbahn der Gallenblase, welche über den Nacken, Hinterkopf (siehe Graphik), Schläfen bis zu den Augen verläuft. Dies sind die typischen Orte, an denen sich der Migräne Kopfschmerz manifestiert. 
Selbstverständlich können beide Zustände unabhängig voneinander existieren, aber durch die gemeinsame Wurzel, namentlich das aufsteigende Feuer in der Leber, ist leicht erklärlich, warum sie häufig gemeinsam auftreten.

Die Behandlung von Migräne kann sehr leicht in eine Rosacea Therapie integriert werden. 

Trotz der gemeinsamen Wurzel, sind es andere Substanzen, welche bei Kopfschmerz in Frage kommen, als bei Rosazea. Daher wird die Rosacea Rezeptur um die entsprechenden Mirgäne Bestandteile ergänzt.

Gleiches gilt für den hohen Blutdruck. Dieser kommt durch die erhöhte Hitze im Blut zustande, welche wieder von der Leber ausgeht. Der hohe Blutdruck legt sich oft im Wege der Rosacea Therapie und bedarf meist keiner gesonderten Behandlung.

Die Hashimoto Schilddrüsenerkrankung ist eine – ebenso wie die Rosazea – rapide zunehmen Erkrankung. Vor 30 Jahren noch nahezu unbekannt, explodiert die Zahl der Betroffenen, meist Frauen, in den letzten Jahren nahezu.
Hashimoto wird als Autoimmunerkrankung klassifiziert, d.h. der Körper bildet Antikörper gegen körpereigene Strukturen. Wenn man Autoimmunerkrankungen aus Sicht der chinesischen Medizin beleuchtet, so kann man in der Regel erkennen, dass der Körper sich nicht selbst angreift, sondern dass sich wiederum Hitze gebildet hat, welche sich dann gegen Körper richtet. Auch im Falle von Hashimito kommt die Hitze aus der Leber und steigt auf zur Schilddrüse. Wiederum wenig erstaunlich das gemeinsame Auftreten mit Rosazea.

Montag, 2. Juli 2012

Betrachtung der Depression


Im Laufe der Jahre als Therapeut, in denen immer deutlicher wird, welch große Rolle der emotionale Faktor bei chronischen Krankheiten spielt, wird einem immer bewusster die Aussage Erich Fromms dahingehend, dass „alle Probleme der Menschen aus dem Umstand resultieren, dass ihre spirituellen Bedürfnisse nicht befriedigt werden“, seien sie bewusst oder unbewusst.

Wie ist das zu verstehen? Nach Erich Fromm sind alle Menschen eins mit Gott, der Schöpfung. Aber sie spüren, erleben es nicht. Sie fühlen sich abgetrennt davon. Durch dieses Gefühl des Abgetrenntseins entsteht eine Leere in den Menschen.

Diese Leere spüren die meisten Menschen unbewusst und suchen sich Kompensationen, um diese Leere zu füllen, meist im Beruf, Hobbies, Liebe, Geld, Urlaub, Sport uvm. All diese Dinge vermögen aber nicht wirklich die Leere zu füllen. Entweder man erreicht das angestrebte Ziel nicht und ist deswegen unzufrieden oder man erreicht es, erlebt einen kurzen Glücksmoment, gleich darauf aber wieder die Leere, so dass man sich wieder ein neues Ziel setzt.

Das ist das sog. „Glück von außen“, da das Glück an äußere Dinge gebunden ist. Das ist kein wahres Glück. Wenn dem so wäre, so müssten wir in den westlichen Industrienationen die glücklichsten Menschen der Welt sein, denn nirgendwo ist der Überfluss an materiellen Dingen so groß wie bei uns.

Tatsächlich aber ist Unzufriedenheit, Depression, Angst etc. ein Phänomen der reichen Länder und in armen Ländern nahezu unbekannt.

Nach Erich Fromm – und dies entspricht vollkommen meiner eigenen Erfahrung – kann es wahres Glück nur von innen geben. Und dies wiederum nur dadurch, dass die Verbindung zu Gott, welche stets besteht, wieder ins Erleben gebracht wird. Dies kann nur über einen spirituellen Weg gelingen, die Kirche wird dieser Anforderung in der heutigen Zeit nicht mehr gerecht.

Ist diese Verbindung, das Erleben, dass man eins ist mit der Schöpfung, das Gott in uns ist, wieder hergestellt, dann erfährt der Mensch ein Glück, welches so unendlich viel größer und bereichernder ist, als alles andere, was man im Außen finden könnte. Und dieses Glück kann einem keiner nehmen, da es nicht an eine äußerliche Bedingung, wie Geld, Partner etc. gebunden ist.

Was erlebt nun der depressive Mensch? Man könnte auf eine gewisse Weise sagen, dass der depressive Mensch einen Schritt weiter ist, denn er spürt, dass dieses Füllen, dieses „Zustopfen“ der Leere mit äußeren Dingen nicht mehr funktioniert. Die Kompensationsmechanismen, welche die meisten Menschen zu Hilfe nehmen, um die Leere nicht zu spüren, greifen bei dem depressiven Menschen nicht. Er spürt die Leere dennoch und sieht keinen Sinn im Leben.

Im Grunde ist das eine gesunde Entwicklung, denn sie führt zum Kern, zu den wichtigsten Fragen des Lebens, welche die meisten Menschen gerne verdrängen. Und er hat völlig Recht, denn Sport, Autos, Urlaub – kurz materielle Dinge - etc. können ja nicht der Sinn der menschlichen Existenz sein.

Somit ist es auch erklärlich, dass Depression ein Phänomen der reichen Länder ist. Denn man muss erst einmal alles haben, um feststellen zu können, dass es eine Illusion ist, wenn man glaubt, dass man glücklicher wäre im Überfluss.

Wie kann man nun der Menschheit helfen an diesem Punkt? Erich Fromm sagt es ganz klar. Man muss einen Weg aufzeigen, um es den Menschen zu ermöglichen, die Verbindung mit Gott wieder ins Erleben zu bringen.
Dies versuchen die spirituellen Wege aller Zeiten, sei es der altindische Yoga Weg, der Buddhismus, Taoismus, schamanische Wege, Alchimisten oder die Anthroposophie.

Diese Verbindung zu erleben, sie wirklich aktiv und real zu erleben im Wege von Meditation, das ist das einzige Heilmittel für die gesamte Menschheit oder wie es Rudolf Steiner formuliert:

"Ein geistiges Leben in sich zu erfühlen, von einem solchen geistigen Leben etwas zu wissen, welches über das physische Leben hinausgeht, das gibt dem Menschen eigentlich erst seine Würde".


Und nur der spirituelle Weg, das Erleben von geistigen Wahrheiten, welche hinter den materiellen Dingen und Prozessen verborgen wirken, gibt dem Menschen die Sicherheit und Gelassenheit im Leben, welche nötig ist, um eine Heilung von Krankheit, auch einer Hautkrankheit, zu ermöglichen.

Freitag, 8. Juni 2012

Erythrodermische Neurodermitis / Psoriasis - wahre Hitze. falsche Kälte

Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) haben, wie schon mehrfach dargestellt, gemeinsame Elemente. Allen voran die Hitze im Blut, welche ein zentrales Element bei allen Hautkrankheiten darstellt, welche mit einer Rötung einhergehen.

Die Hitze im Blut verursacht die Rötung der Haut (rot als Farbe des Feuers), den Juckreiz (durch die Unruhe, welche im Blut durch die Hitze entsteht, die Schuppung (durch Beschleunigung des Hautneubildungsprozesses) und die Trockenheit (durch das Austrocknen der Haut).

Beide Erkrankungen - Neurodermitis und Psoriasis - haben nun eine "Maximalvariante", welche sich in Erscheinungsbild und Therapie sehr ähnlich sind. Dies ist die sog. erythrodermische Neurodermitis bzw. erythrodermische Psoriasis.

Charakteristisch für diese Erkrankung ist der sehr ausgeprägte, weit gestreute Befall der Haut am ganzen Körper. Oft ist so gut wie die ganze Haut am Körper - ohne freie, gesunde Hautstellen - betroffen. Die Schuppung verwandelt sich meist in ein großflächiges Schälen der Haut. Ein sehr wichtiges Zeichen, welches entscheidend in der Diagnose ist, ist der Umstand, dass der Patient friert, oft sogar mit Schüttelfrost, wobei die Haut sich sehr heiß anfühlt.

Diesen Zustand bezeichnet man in der chinesischen Medizin als wahre Hitze, falsche Kälte. Das Frieren des Patienten könnte im ersten Moment daran denken lassen, dass Kälte im Körper besteht. Aber daneben haben wir meist eine dunkelrote Zunge, dunklen Urin, starken Durst und das Glühen der Haut. Dies alles sind Hitzezeichen. In der Tat verhält es sich hier so, dass die ganze Wärme das Innere des Körpers verlassen hat und an die Haut gewandert ist. Diese Hitze muss wieder in den Körper zurückgedrängt werden. Die Kälte ist ein trügerisches Zeichen, daher der Name "wahre Hitze, falsche Kälte".

Der Verlauf ist bei der Neurodermitis und der Psoriasis fast identisch und fast immer Folge einer längeren Cortison Behandlung. Diese Patienten stehen meist schon seit Jahren unter Cortison, oft auch innerlich eingenommen.

Das chin. Rezept - sowohl bei der erythrodermischen Neurodermitis, als Psoriasis - gestaltet sich ebenfalls fast identisch. Entscheidend sind hier Substanzen - wie z.B. das Wasserbüffelhorn - welche in der Lage sind, sehr tief in die Blutebene einzudringen, um das Feuer dort zu kühlen und wieder an den rechtmäßigen Ort zurück zu drängen.

Die Behandlung erfolgt meist über 6-8 Monate, wobei das Cortison stufenweise ausgeschlichen wird. Trotz des erheblichen Schweregrades dieser Erkrankung, welche als medizinischer Notfall gilt, reagieren diese Zustände meist schneller und zuverlässiger auf eine Therapie als die gewöhnliche Neurodermitis bzw. Schuppenflechte.

Sonntag, 4. März 2012

Äußere Anwendungen in der chinesischen Dermatologie


Grundsätzlich werden Hautkrankheiten im Wege der chinesischen Medizin vornehmlich von innen behandelt, da man davon ausgeht, dass die Ursache im Inneren des Körpers, oft auf Organebene entsteht. Daher hat man im Umkehrschluss die Erfahrung gemacht, dass rein äußerliche Therapien meist wenig und schon gar keinen nachhaltigen Erfolg zeitigen.

Nichtsdestotrotz kommen auch in der chinesischen Medizin bei der Behandlung von Hautkrankheiten auch Salben, Cremes, Lotionen etc. zum Einsatz. Dies soll der Beschleunigung des Heilungsprozesses und der schnellen Linderung der anfänglichen Zustandes dienen.

Lange Zeit war dies nicht so einfach zu bewältigen, zumal kaum etwas im deutschen Sprachraum zur Verfügung stand und alles mit großem Kostenaufwand von der Apotheke gemischt werden musste.

Seit einiger Zeit ist nun endlich auch in Deutschland die Kamedis Linie (www.Kamedis.de) in Deutschland verfügbar. Dabei handelt es sich um Produkte zur äußerlichen Anwendung, entwickelt von einem Therapeuten der chinesischen Dermatologie in Israel, für die 4 häufigsten Hautkrankheiten, Psoriasis, Neurodermitis, seborrhoisches Ekzem und Akne.

Hervorzuheben ist dabei z.B. die Pso Medis Body Cream, welche bei Psoriasis Anwendung findet und u.a. Indigo (Qing Dai) enthält. Indigo klärt Hitze und kann die übermäßige Hautneubildung, welche bei Schuppenflechte zu der Schuppenbildung führt, wieder normalisieren. Die Gesamtheilungsdauer der Erkrankung konnte unter Zuhilfenahme dieser Salbe um 60% beschleunigt werden.

Von großem Wert ist auch die Calming Lotion aus der Topic Medis Linie für Neurodermitis. Diese dient zur Linderung des Juckreizes.

Die Akne Serie (Ac Medis) konnte bei rein äußerlicher Anwendung einen Rückgang schwerer Akne um 70% erzielen.

Alles in allem sind diese Produkte eine willkommene Unterstützung für eine chinesische Hauttherapie.

Mittwoch, 8. Februar 2012

Kreisrunder Haarausfall - Alopecia areata


Der Kreisrunde Haarausfall – alopecia areata - ist ebenfalls ein stetig zunehmendes Problem in unserer Bevölkerung.

Hier soll nun eine kleine Betrachtung ein Licht auf die Sichtweise der chinesischen Medizin zu diesem Thema werfen.

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass das Blut die wichtigste Substanz für die Versorgung der Haare darstellt und dass ein Ausfallen der Haare meist aus einer Unterversorgung der Haare mit Blut bedeutet. Dies gilt ebenso für den „normalen“ Haarausfall.

Der Unterschied beim „normalen“ Haarausfall liegt darinnen, dass bei diesem die Essenzen, das Blut etc, sich langsam erschöpfen und die Haare somit nach und nach beginnen mehr und mehr auszufallen. Dabei nehmen Struktur und Kraft der Haare stetig ab.

Beim kreisrunden Haarausfall hingegen setzt der Ausfall meist plötzlich und lokal begrenzt an einer Stelle ein.
Auch hier kann die Ursache darin liegen, dass sich die Essenzen im Körper erschöpft haben. 

Das kann manchmal akut in emotional sehr belastenden Situationen auftreten. Öfter jedoch – die alopecia areata tritt ja oft nach Traumata ein – entsteht die akute Unterversorgung durch eine Stagnationen von Qi und Blut, welche dazu führt, dass die betroffenen Areale nicht mehr erreicht werden vom Blut.

In der Therapie bildet der Aufbau und die Stärkung des Blutes – als wichtigste nährende Substanz für die Haare – immer das Herzstück. 
Dies ist auch beim regulären Haarausfall der Fall. Bei der alopecia areata kommen darüber hinaus noch Blut und Qi bewegende Substanzen hinzu, welche die entstandenen Stagnationen aufbrechen sollen, so dass die Versorgung wieder hergestellt wird.

Das ganze wird noch unterstützt von einem chinesischen Haarwasser, welches speziell für dieses Problem entwickelt wurde und noch lokal die Heilung an den betroffenen Stellen unterstützt.

Nach 6-12 Wochen sollte die ersten, meist noch schwachen, Haare wieder nachwachsen. Innerhalb von weiteren 6-8 Wochen sollte diese an Kraft zunehmen und nach ca. 4-5 Monaten sollte die ursprüngliche Haarmenge wieder erreicht sein.