Freitag, 8. Juni 2012

Erythrodermische Neurodermitis / Psoriasis - wahre Hitze. falsche Kälte

Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) haben, wie schon mehrfach dargestellt, gemeinsame Elemente. Allen voran die Hitze im Blut, welche ein zentrales Element bei allen Hautkrankheiten darstellt, welche mit einer Rötung einhergehen.

Die Hitze im Blut verursacht die Rötung der Haut (rot als Farbe des Feuers), den Juckreiz (durch die Unruhe, welche im Blut durch die Hitze entsteht, die Schuppung (durch Beschleunigung des Hautneubildungsprozesses) und die Trockenheit (durch das Austrocknen der Haut).

Beide Erkrankungen - Neurodermitis und Psoriasis - haben nun eine "Maximalvariante", welche sich in Erscheinungsbild und Therapie sehr ähnlich sind. Dies ist die sog. erythrodermische Neurodermitis bzw. erythrodermische Psoriasis.

Charakteristisch für diese Erkrankung ist der sehr ausgeprägte, weit gestreute Befall der Haut am ganzen Körper. Oft ist so gut wie die ganze Haut am Körper - ohne freie, gesunde Hautstellen - betroffen. Die Schuppung verwandelt sich meist in ein großflächiges Schälen der Haut. Ein sehr wichtiges Zeichen, welches entscheidend in der Diagnose ist, ist der Umstand, dass der Patient friert, oft sogar mit Schüttelfrost, wobei die Haut sich sehr heiß anfühlt.

Diesen Zustand bezeichnet man in der chinesischen Medizin als wahre Hitze, falsche Kälte. Das Frieren des Patienten könnte im ersten Moment daran denken lassen, dass Kälte im Körper besteht. Aber daneben haben wir meist eine dunkelrote Zunge, dunklen Urin, starken Durst und das Glühen der Haut. Dies alles sind Hitzezeichen. In der Tat verhält es sich hier so, dass die ganze Wärme das Innere des Körpers verlassen hat und an die Haut gewandert ist. Diese Hitze muss wieder in den Körper zurückgedrängt werden. Die Kälte ist ein trügerisches Zeichen, daher der Name "wahre Hitze, falsche Kälte".

Der Verlauf ist bei der Neurodermitis und der Psoriasis fast identisch und fast immer Folge einer längeren Cortison Behandlung. Diese Patienten stehen meist schon seit Jahren unter Cortison, oft auch innerlich eingenommen.

Das chin. Rezept - sowohl bei der erythrodermischen Neurodermitis, als Psoriasis - gestaltet sich ebenfalls fast identisch. Entscheidend sind hier Substanzen - wie z.B. das Wasserbüffelhorn - welche in der Lage sind, sehr tief in die Blutebene einzudringen, um das Feuer dort zu kühlen und wieder an den rechtmäßigen Ort zurück zu drängen.

Die Behandlung erfolgt meist über 6-8 Monate, wobei das Cortison stufenweise ausgeschlichen wird. Trotz des erheblichen Schweregrades dieser Erkrankung, welche als medizinischer Notfall gilt, reagieren diese Zustände meist schneller und zuverlässiger auf eine Therapie als die gewöhnliche Neurodermitis bzw. Schuppenflechte.