Donnerstag, 16. August 2012

Rosacea in Verbindung mit Migräne, hochem Blutdruck und Hashimoto Thyreoditis


Rosacea , Migräne, hoher Blutdruck und die Hashimoto Schilddrüsenentzündung sind Erkrankungen, welche häufig gemeinsam auftreten und aus Sicht der chinesischen Medizin ist das auch wenig verwunderlich.

Im Grunde handelt es ich bei diesen Erkrankungen um unterschiedliche  Manifestationen der gleichen Wurzel.

Wie schon mehrfach auseinandergesetzt wurde, entsteht die Rosazea durch eine Stagnation und Ansammlung von Hitze in Leber – meist emotional bedingt – welche sich sammelt und dann – entsprechend der natürlichen Richtung von Feuer – nach oben aufsteigt. Bei dem klassischen Rosacea Patienten zeigt sich dies in Rötung und Hitzegefühl des Gesichts.

Diese Hitze in der Leber kann, wenn sie einen hohen Grad an Ausprägung erreicht, auch über andere Kanäle nach oben gelangen.
Im Falle der Migräne geschieht dies über die Gallenblasen Leitbahn, d.h. die Energie (Qi) Leitbahn der Gallenblase, welche über den Nacken, Hinterkopf (siehe Graphik), Schläfen bis zu den Augen verläuft. Dies sind die typischen Orte, an denen sich der Migräne Kopfschmerz manifestiert. 
Selbstverständlich können beide Zustände unabhängig voneinander existieren, aber durch die gemeinsame Wurzel, namentlich das aufsteigende Feuer in der Leber, ist leicht erklärlich, warum sie häufig gemeinsam auftreten.

Die Behandlung von Migräne kann sehr leicht in eine Rosacea Therapie integriert werden. 

Trotz der gemeinsamen Wurzel, sind es andere Substanzen, welche bei Kopfschmerz in Frage kommen, als bei Rosazea. Daher wird die Rosacea Rezeptur um die entsprechenden Mirgäne Bestandteile ergänzt.

Gleiches gilt für den hohen Blutdruck. Dieser kommt durch die erhöhte Hitze im Blut zustande, welche wieder von der Leber ausgeht. Der hohe Blutdruck legt sich oft im Wege der Rosacea Therapie und bedarf meist keiner gesonderten Behandlung.

Die Hashimoto Schilddrüsenerkrankung ist eine – ebenso wie die Rosazea – rapide zunehmen Erkrankung. Vor 30 Jahren noch nahezu unbekannt, explodiert die Zahl der Betroffenen, meist Frauen, in den letzten Jahren nahezu.
Hashimoto wird als Autoimmunerkrankung klassifiziert, d.h. der Körper bildet Antikörper gegen körpereigene Strukturen. Wenn man Autoimmunerkrankungen aus Sicht der chinesischen Medizin beleuchtet, so kann man in der Regel erkennen, dass der Körper sich nicht selbst angreift, sondern dass sich wiederum Hitze gebildet hat, welche sich dann gegen Körper richtet. Auch im Falle von Hashimito kommt die Hitze aus der Leber und steigt auf zur Schilddrüse. Wiederum wenig erstaunlich das gemeinsame Auftreten mit Rosazea.